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Der Neue Leipziger Kunstverein in den Jahren 2006/2007

2006 begann für den Neuen Leipziger Kunstverein mit einer Finissage. Im Museum der Bildenden Künste stellte der Verein Arbeiten des Leipziger Malers Günter Thiele aus. Die Ausstellung fand regen Zuspruch und war der Auftakt für eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit des Vereins mit dem Museum. Den Verein mehr als bisher in der Tradition des Leipziger Kunstvereins von 1837 zu positionieren und als Förderer des Museums deutlich herauszustellen, war das Ziel der Vereinsarbeit in den Jahren 2006 und 2007. Daraus erwuchs eine sehr nutzbringende wechselseitige Zusammenarbeit. Das Museum gewährt den Mitgliedern des Neuen Leipziger Kunstvereins in unregelmäßiger Veranstaltungsfolge interessante Blicke hinter die Kulissen des Museums. Die Führungen, die das Museum gemeinsam mit dem Verein für seine Mitglieder ausrichtet, erfreuen sich großen Interesses. Im Gegenzug hat der Verein in Sonderveranstaltungen dem Museum neue Publikumskreise zugeführt und mit dem Museum vertraut gemacht.

Daraus resultiert ein Erfolg, der sich sehen lassen kann: Der Neue Leipziger Kunstverein hat einen erfreulichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen und konnte den Erwerb einer Gewandstudie von Michael Triegel co–finanzieren und für das Museum die Grafik „Theaterengel“ von Peter Nagel sowie eine Grafikmappe von Rudolf Jettmar komplett finanzieren.

Der Neue Leipziger Kunstverein bemüht sich auch mit seinen niedrigen Mitgliedsbeiträgen darum, eine möglichst breite Palette von Kunstinteressierten und Museumsunterstützern zu sammeln. Um das Museum trotzdem unserem Anspruch entsprechend fördern zu können, gehen wir auch ungewöhnliche Wege und haben anlässlich eines Galerierundganges Grafiken des Vereins amerikanisch versteigert und im Museum eine Tombola veranstaltet.

Bei all dieser Kraftanstrengung ist jedoch das Vereinsleben auch im Vergleich zu den Vorjahren nicht zu kurz gekommen. Im Jahr 2006 führte eine Reise den Neuen Leipziger Kunstverein in das Herzog-Anton-Ullrich-Museum in Braunschweig, wo auch der Kunstverein am Rembrandt-Jahr 2006 teilnehmen konnte. Im Jahr 2007 führte uns eine Reise nach Berlin in die Neue Nationalgalerie, um uns in einer eigenen Führung erklären zu lassen, warum die schönsten Franzosen aus New York kommen sollten. Wir besuchten die Willy-Sitte-Galerie in Merseburg, beschäftigten uns mit Werner Tübke, ließen uns durch Galerien und Unternehmenssammlungen führen. 

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