


In diesem Kunstgespräch war unsere Vereinsarbeit das Hauptthema. Zu Gast war
Herr Jörg Dittmer der Leiter der Abteilung Öffentlichkeit / Service des MdbK. Sein Thema: Kunstvereine, gestern, heute, morgen. Herr Dittmer war lange Geschäftsführer des Vereins der Kunsthalle Hamburg. Einige Überlegungen konnten aufgegriffen werden und werden sich sicher in unserer weiteren Arbeit niederschlagen.
Neben der Vielfalt der Themen in den Kunstgesprächen soll der Schwerpunkt in diesem Jahr aber die Beschäftigung mit der Kunst und den Künstlern in Leipzig sein.


Herr Prof. Dr. Nuhn, Mitglied unseres Kunstvereins hielt einen Vortrag über den italienischen Künstler Giovanni Battista Piranesi (1720 - 1778).
Ein bekanter Kupferstecher, Archäologe und Architekturwissenschaftler. Berühmt geworden ist er durch die 16 Kupferstichplatten der "Caceri" (Kerker) und vor allem durch seine umfangreichen Dokumentationen antiker Bauwerke in Rom, seiner Umgebung und in Paestum. Für Bühnenbilder und Filmdekorationen waren und sind seine Kupferstiche oft die Vorlagen.
Herr Professor Nuhn zeigte uns den Künstler in seiner ganzen Vielfalt, auch untermauert durch Bildmaterial. Im anschließenden Gespräch wurden vor allem die Carceri, ihre reale oder psychologische Bedeutung diskutiert.






Kunstgespräch im März
Zu Gast im Neuen Leipziger Kunstverein war Herr Dieter Bührnheim, der uns mit seinem: "Bührnheims Literatursalon" bekannt machte.
Der Literatursalon in der Leipziger Mozartstraße, ein seit Jahren etablierter Treffpunkt von Literaturfreunden, ist nach dem Vorbild bürgerlicher Salons aus dem 18. und 19 Jahrhundert eingerichtet. Unterschiedlichste Themen aus der Literatur werden vorgestellt und diskutiert. Herr Michael Hametner, Literaturkritiker beim Mitteldeutschen Rundfunk ist bei diesen Veranstaltungen häufiger Moderator.



Unter dem Motto: "Vier Pfoten machen noch keinen Gaul" hatten wir Gelegenheit mit den Mitarbeiterinnen des Museums Frau Margret Rost und Frau Claudia Klugmann Werke des bekannten Tierplastikers August Gaul zu sehen. Natürlich hat ein "Gaul" keine Pfoten, aber dieser Schreibfehler war ein Anlass besonders die Tierplastiken zu bewundern, die Pfoten haben und im Museum der bildenden Künste ausgestellt sind. Das Museum ist im Besitz eines großen Teils der Plastiken des Künstlers.




Ein besonderes Erlebnis war dieses Kunstgespräch, das der Chefrestauraror des Museums Herr Beck gestaltete.
Anläßlich der "Holländerausstellung" stellte er uns umfassend und detailreich die Arbeit der Restauratoren in Bezug auf die Bestimmung der Provenienz des Alters des Zustandes der Bilder vor. Einblicke in die Malweise des Künstlers die Malutensilien wie Farben, Leinwände usw waren besonders interessant. Natürlich gab es Einblicke in die Arbeit des Restaurators an beschädigten und durch das Altern veränderten Bildern. Ein Beispiel war das Bild "Die Wachstube" von Jan Olis, dessen Restaurierung der Neue Leipziger Kunstverein finanziert hat.



Durch die Ausstellung Kunst und Chemie.
Familie Franz Hein zwischen Malerei und Naturwissenschaften, führte uns unser Ehrenmitglied und Mitkurator der Ausstellung Herr Rainer Behrens.
Franz Hein sen. war seit 1905 Professor an der Königlichen Akademie für Grafik und Buchgewerbe Leipzig tätig.
Seine Söhne waren Naturwissenschaftler. Franz Hein jun. ein sehr bekannter Chemiker an der Universität Jena. Herr Behrens schilderte in einem Vortrag das Leben des Künstlers und in der Ausstellung sahen wir beachtliche Arbeiten des, den meisten nicht bekannten, Künstlers.


Im Juni war Herr Dr. Dietmar Keller unser Gast. Ein sehr interessanter Gast, war er doch der letzte Kulturminister der "Modrow - Regierung" in der DDR. Außerdem durch vorherige Tätigkeiten mit der Stadt Leipzig und der Kunstszene in Leipzig bekannt. Die zahlreichen Besucher erhielten Einblicke in den Kunsthandel in der DDR, die Ausbildung an der HGB, über die Versorgung der Künstler und über Schwierigkeiten als Künstler "seine" Kunst zu schaffen und Kunst zu verkaufen.
Unsere diesjährige Dreitageexcursion führte vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2012 nach Bayern.
Regensburg, Passau, Straubing, Waldsassen und Kappl waren die Stationen.
In gewohnter Weise bestens vorbereitet und genau so gut gelungen einschließlich des Wetters, unter der bewährten Leitung von Professor Dr. Stuhr und Frau Stuhr.
Auch Erinnerungen an Leipzig gab es dieses mal, in Form selbstgebackener Leipziger Lerchen von Frau Wandt auf der Hinfahrt und eine Führung in Regensburg durch eine Leipzigerin - Katja Büchner.




Etwas Italien in der Stadt, in den Gassen mit den an die Toscana erinnernden "Geschlechtertürmen" den Straßencafes und in diesem Jahr mit den Temperaturen.
Natürlich nicht zu vergessen die "Steinerne Brücke, Der Dom (leider für Besucher geschlossen),die Porta Praetoria, das Alte und Neue Rathaus und als Höhepunkt das ehemalige Benediktinerkloster St. Emmeram. Ein prachtvolles barockes Langhaus.




Unter dem Titel 350 Jahre Barock, präsentiert sich ein prachtvolles spätbarockes Ensemble, das nach dem Stadtbrand im 17. Jahrhundert durch italienische Barockmeister geschaffen worden ist. Ein Höhepunkt der Dom St. Stefan mit der weltgrößten Domorgel.
Ein Stadtrundgang führt uns durch die Höllgasse, die von der Künstlervereinigung AGON e.V. durch Bemalung, Ausstellungen und Galerien zur "Künstlergasse" geworden ist, zum Dreiflüsseeck, dem Zusammenfluß von Donau, Inn und Ilz.


Straubing an der Donau gelegen glänzt dürch schöne, gut erhaltene bzw. restaurierte Gebäude am Ludwigs- und Theresienplatz. Besonders auffallend die Gebäude aus dem Rokoko.
Unser Ziel in Straubing war das Karmelitenkloster mit der Karmelitenkirche. Eine Hallenkirche im Stil der Backsteingotik. Der Innenraum reich ausgesteattet im Stil des Barock. Ein bedeutendes Kunstwerk ist das Grabmal Herzog Albrechts II. Das Material des Grabmals ist weiß gescheckter Salzburger Marmor, sogenannter Rotscheck, was dem Grabmal einen eigenartigen Reiz verschafft.
Neben dem Karmelitenkloster die Ursulinenkirche, das letzte gemeinsame Werk der Brüder Asam.



Auf der Rückfahrt durch den Bayerischen Wald besuchen wir noch Wladsasen, seine berühmte Stiftsbibliothek in der Zistezienser Abtei.
Sehenswert sind hier die zehn meisterhaft geschnitzten lebensgroßen Holzfiguren, die die Empore des Bibliothekssaales mit ihren Schultern stützen. Sie sollen die unterschiedlichsten Facetten des Hochmuts darstellen.
Geschnitzt wurden sie von Karl Stilp aus Waldsassen in den Jahren 1724 - 1726.
Die letzte Station, die Dreifaltigkeitskirche Kappl in der Nähe von Waldsassen. Es ist eine der eigenartigsten Kirchenbauten in Deutschland. In ihr ist der Dreifaltigkeitsgedanke als Architektursymbol meisterhaft dargestellt. In allen Bauteilen dominiert die Zahl 3.
Außen die drei Türme, und drei Dachreiter, im Inneren drei Konchen, die sich um ein gedachtes gleichseitiges Dreieck legen. Dazu noch die entsprechende Zahl der Altäre usw.
Der Baumeister war Georg Dienzenhofer aus der berühmten Baumesisterfamilie, der 1685 mit dem Bau begann.


Wie immer an den Abenden im Hotel trifft man sich bei (gutem?) Essen und Trinken, bei Gesprächen und Diskussionen und freut sich schon auf die Excursionen im nächsten Jahr.

Herr Dr. Dietulf Sander, langjähriger Mitarbeiter des Museums der bildenden Künste Leipzig, referierte über die Kunst der 80iger Jahre in Leipzig. Als ausgewiesener Kenner dieses Themas konnte er Neues berichten und uns bestätigen, dass in der Stadt vervorragende Kunst gemacht und ausgestellt wurde.

Einen interessanten Ausflug in die Spanische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts präsentierte uns Professor Dr. Michael Scholz-Hänsel mit seinem Vortrag über El Greco.
Profesor Scholz-Hänsel ist profunder Kenner der spanischen Kunst und Autor des Katalogs zur Ausstellung über El Greco. Sehr interssant sein Vortrag mit vielen Bildbeispielen aus dem Leben und Werk des Künstlers.


Klaus Schwabe ist Leipziger Künstler bekannt als einer der Gestalter des
"Marx-Reliefs" an der Karl-Marx-Universität Leipzig.


Herr Dr. Wandt, begeistert von einer Reise in das Burgund der Romanik, schildert in einem Vortrag das Spezifische der romanischen Skulptur an den Skulpturen der Kathedralen in Veselay und Autun.

Kunstgespräch im Oktober: Frau Rink die Leiterin der Galerie der HGB von 1980 bis 2005 erzählt Interessantes aus ihrer Tätigkeit in diesem Amt

Kunstgespräch im November: Frau Susanne Hoch und Frau Gabriele Sperlich zwei Künstlerinnen, der Galerie Hoch und Partner stellen ihre Werke vor.



Mitgliederausstellung am 12. Dezember 2012.
Die 3. Ausstellung kreativer Mitglieder des Vereins und von Schülern der Thomasschule war wieder ein schöner Erfolg,